Zum Inhalt springen


magnetarmband -


Schmerzkiller Magnetarmband

Patienten die unter Arthroseschmerzen leiden, wissen wie schwierig es ist, mit diesen enormen Einschränkungen zurechtzukommen. Diese Menschen probieren so manches aus, um ein Mittel zu finden, was die Schmerzen lindert und wieder eine bessere Lebensqualität zu erhalten. Die Alternativmedizin bietet hier sicher ein breites Spektrum an Hilfsmitteln wie homöopathische Medizin und Akupunktur, spezielle Massagen und vieles mehr. Aber auch das Tragen eines gegen Arthroseschmerzen wirkenden Magnetarmbandes verspricht Linderung der Beschwerden. Magnetarmbänder werden von vielen Arthrosepatienten bereits verwendet und als schmerzlindernd bezeichnet.

„Glaube versetzt Berge“, oder ist doch etwas dran?

Selbst Schulmediziner verleugnen nicht völlig, dass Patienten, die solche Magnetarmbänder tragen, seitdem deutlich schmerzfreier sind. Dies wird aber gern mit einem „Placeboeffekt“ begründet. Der vielzitierte Placeboeffekt bedeutet, allein durch den Glauben an die Wirkung eines Heilmittels wird erreicht, dass diese tatsächlich eintritt, selbst wenn das entsprechende Mittel keinerlei heilenden Wirkstoff enthält. Eine Studie der britischen Arthritis Research Campaign machte nun jedoch deutlich, – Magnetarmbänder können tatsächlich durch Arthrose verursachte, schmerzhafte Beschwerden lindern.

Wissenschaftler der Peninsula Medical School in Großbritannien statteten dazu 194 Arthrosepatienten mit 3 verschiedenen Metallarmbändern aus.  Einem Drittel der Testpersonen wurde das Placebo gegeben, also ein Armband ohne magnetische Wirkung, das zweite Drittel der Patienten erhielt je eines mit schwacher Magnetwirkung, die restlichen Probanden wurden mit stark magnetischen Armbändern versehen.  Alle Studienteilnehmer trugen ihr Armband über einen Zeitraum von 12 Wochen und protokollierten in dieser Zeit die Stärke ihrer Schmerzen auf einer vorgefertigten Skala.

Nur starke Magneten können etwas bewirken

Die Auswertung dieser Studie ergab, dass zwar alle Teilnehmer weniger Schmerzen als zuvor angaben, jedoch die Schmerzen der 65 Patienten, die das stärkste Magnetarmband getragen hatten, waren viel deutlicher zurückgegangen, als die der anderen 2 Gruppen.  Alle hatten während der 12 Wochen die gleichen Schmerzmittel in der üblichen Dosierung eingenommen wie zuvor. Weiterhin zeigten die Ergebnisse, dass die Wirkung der Magnetarmbänder nicht davon abhing, welche Meinung der Arthrosekranke zu ihrem therapeutischen Wert hatte.  Der Leiter der Studie war Tim Harlow, er kam mit den erhobenen Daten zu dem Ergebnis, dass nur starke Magneten mit einer Magnetkraft über 170 mTesla, was 1700 Gauss entspricht, Arthroseschmerzen über den Placeboeffekt hinaus lindern können. Allerdings müssen nun Untersuchungen in weit größerem Umfang durchgeführt werden, um diese Testergebnisse zu bestätigen.

Magnetarmbänder laut britische Arthritis Research Campaign durchaus überlegenswert

Die britische Arthritis Research Campaign, von der die Studie finanziert wurde, sieht sich auf Grund der zu geringen Datenbasis noch nicht in der Lage, schon eine allgemeine Empfehlung für Magnetarmbänder zur Arthrosetherapie zu erteilen.  Der ursprüngliche Grund für die Untersuchungen war allerdings, herauszufinden ob es sich bei der Wirkung solcher Magnetarmbändern nur um leere Versprechungen der Hersteller handelt, um auf Kosten der Arthrosekranken ihre Kassen zu füllen. Nach Abschluss der Studie könne man nun aber sagen, dass es für Arthrosekranke durchaus eine Überlegung wert sei, so ein Magnetarmband zur Unterstützung der laufenden Therapie zu tragen. Diese Studienergebnisse wurden im British Medical Journal veröffentlicht.